Regeln 2020

Regel Nr. 1: SAFETY FIRST
Vergewissere dich immer, dass niemand durch deinen beabsichtigten Schwung oder Schlag gefährdet wird. Und wenn der Golfball schon fliegt, unbedingt «FORE!» rufen …

Im Notfall hilft (nur noch) der «FORE!»-Schrei!

Regel Nr. 2: Fair Play
Jede Ballberührung gilt als Schlag! Golfbälle können mit einem Marker (zum Beispiel einer Geldmünze) bei Zielnähe markiert werden, damit sie nicht andere Spielzüge beeinflussen. Bei starkem Wind oder Regen kann der Golfball – sofern dieser noch nach drei Sekunden am gleichen Ort stillsteht – markiert werden. Golfbälle, die anderen Einflüssen (menschlicher oder tierischer Natur) verschoben werden, müssen dort weitergespielt werden, wo sie liegengeblieben sind, ausser, dies wird von einem Mitspieler / Gegenspieler verursacht – und nicht vom Golfball. Dann muss der Golfball wieder an die «ursprüngliche» Stelle zurückgelegt werden. Das Spiel kann ohne Strafschlag fortgesetzt werden.

Wenn der gegnerische Golfball im Weg ist, kann eine Münze als Marker weiterhelfen.

Regel Nr. 3: Jeder Ball ist spielbar
Der Golfball muss so gespielt werden, wie er liegt – jeder Golfball gilt als spielbar, sobald in eine Richtung geschwungen werden kann (egal ob linke oder rechte Spielseite). Der Golfball darf nur 10cm und nur im 90°-Winkel weg vom Hindernis (Mauer / Stein / Baum) entfernt versetzt werden, damit der Golfschwung ermöglicht wird.

Spielbar (sofern der Abstand mindestens 10cm beträgt). Golfball nicht spielbar!

Regel Nr. 4: Unspielbar 
Unspielbare Bälle  dürfen nur mit einem Strafschlag (in der Flugbahn des gespielten Balls weg vom Ziel), besser gelegt werden. Wenn nach dem ersten Abschlag der Golfball als unspielbar erklärt wird, kann mit dem dritten Schlag nochmals vom ursprünglichen ersten Abschlag gespielt werden. Jeder Golfball kann als unspielbar erklärt werden!

Die Distanz ist frei wählbar und muss nicht mit einem Golfschläger gemesse werden.

Regel Nr. 5: Verlorener Golfball
Ist der Golfball unauffindbar, muss ein neuer Ball per Hand an die ungefähre Stelle geworfen werden. Anschliessend kann das Spiel mit einem Strafschlag fortgesetzt werden.

Ist der Golfball unauffindbar, muss der neue per Hand an eine Stelle geworfen werden.

Regel Nr. 6: Terraforming …
… ist nicht erlaubt – egal ob vor oder hinter dem Golfball! Der Golfball gilt immer noch als spielbar, wenn mehr als 50 Prozent des ganzen Golfballs sichtbar ist. Wenn der Golfball in einem Loch oder «zwischen dem Geleise» versteckt liegt, darf er ohne Strafschlag rausgenommen werden – jedoch auf keinen Fall besser gelegt werden. Falls der Ball nicht gespielt werden will, kann man immer mit einem Strafschlag den Ball besser legen.

Alles spielbar: Dreck, Sand, Wasser … Beim letzten Bild ist der Golfball nicht spielbar!

Regel Nr. 7: Unterlagen wie Matten, Tees usw.
Um das Spielgelände sowie das Equipment nicht zu beschädigen, gibt es Unterlagen (zum Beispiel Wintertee, JT-Matte, diverse Deckel, …), die eingesetzt werden können. Wann und wo diese erlaubt sind, wird von dem Turnierveranstalter bekannt gegeben. Beim ersten Abschlag darf jedes Mal eine Unterlage (meist ein Tee) benutzt werden.

Wintertee, JT-Matte, Matte; Teppich, PET-Falschendeckel, Kronkorken, Tees.
Wenn möglich, solltest du dein Wintertee oder deine JT-Matte an einer Schnur oder an einem Lanyard oder etwas Ähnlichem befestigen. Die Chance, so die Unterlage wieder zu finden, wenn sie wegfliegt, ist etwas grösser.

Regel Nr. 8: Maximale Schlagzahl
Maximalschläge können von Turnier zu Turnier variieren, jedoch nicht mehr als zehn Schläge. Wird die maximale Schlagzahl erreicht, wird zusätzlich ein Schlag notiert.

Damit du dich voll und ganz dem Spiel widmen kannst, empfehle ich dir, einen Counter / Scorer immer dabei zu haben – und ihn auch zu benutzen! Nach oder vor jedem Ballschlag kannst du einen Punkt dazuzählen. So musst du nicht beim Beenden der Bahn alles mühsam Revue passieren lassen!

Regel Nr. 9: Ziel / Loch
Je nach Bahn / Parcours ist das Ziel erreicht, wenn das Zielobjekt getroffen oder der Ball eingelocht wurde. Möglich sind dabei auch Punkteabzüge: dies wird ebenfalls vom Turnierveranstalter bekannt gegeben.

Hydrant, Strassenpfosten, Abfallbehälter, Eimer. Bitte nicht auf «religiöse» Kunstwerke!

Regel Nr. 10: Drop-Zone ( DZ )
Falls das Ziel zum Beispiel direkt in einer Baumhecke steht, kann eine Drop-Zone eingerichtet werden. Eine Drop-Zone eignet sich auch, falls ein Hindernis überspielt werden muss (z.B. Mauer / Fluss). So kann nach dem zweiten Fehlversuch mit dem fünften Schlag bei der DZ weitergepielt werden.

Die Drop-Zone sollte wenn möglich nicht als Vereinfachung des Golfspiels dienen!

Regel Nr. 11: X-Golfturnier
Ein Offgolf-Turnier besteht aus mindestens neun Bahnen / Parcours. Zusatzbahnen wie «Mini-Games» (auch «Challenges» genannt) oder dergleichen zählen an einem Turnier nicht als eigenständige Bahnen / Parcours. Diese können jedoch zu einem Event beitragen und dem Score dazugezählt werden.

Die ungeschriebene Regel (Nr. 00): Golfball und -schläger
Nur normale Golfbälle oder almostGOLF-Bälle sind zugelassen. Als Golfschläger gelten alle Arten von «Schlagstöcken». Nicht nur Hölzer, Eisen oder Putter sind zugelassen, auch mit einer Schaufel, einem Hockeyschläger oder einem Billiardqueue lässt sich der Golfball schlagen. Jedoch empfehlen sich eher die normalen Golfschläger für ein präzises Offgolf-Spiel.

Holz (Driver), Eisen und Putter – Standard beim X-Golf.

asXg-Regeln 2020 downloaden (PDF-Datei).